Eine bittere Pille mit FEREMO schlucken

 Mein trauriger Kooperationsversuch mit der Online-Plattform

Hallo, meine Lieben! Bestimmt wisst ihr, sogar wenn ihr selbst nicht bloggt, dass viele Blogger die Produkte im großen Ausmaß haben, über die sie bloggen. In meinem Fall ist es natürlich auch so. Beautyartikel und tolle Kleidung gibt es eigentlich viel zu viel in meinem Haus. Da ich für Nachhaltigkeit bin, schmeiße ich nie etwas weg, sondern verschenke, verlose oder verkaufe alles, was ich nicht brauche. Seit einiger Zeit hatte ich sehr viele Kleidungsstücke, die ich verkaufen wollte, weil sie entweder komplett neu oder nur ein bis zweimal angezogen wurden. Leider hatte ich viel zu viel zu tun, um eine große Verkaufsaktion zu starten. So nimmt meine traurige Geschichte ihren Lauf. Ich will sie nämlich unbedingt erzählen, damit sie mit euch auch nicht passiert, denn ich habe mit einem Unternehmen namens Feremo (Bloggermakrt) und meiner Kleidung eine bittere Pille schlucken müssen.

Ein Blogger-Secondhand-Onlinestore: zu gut, um wahr zu sein

Im Februar dieses Jahres hatte mich eine E-Mail erreicht. Darin wurde ausführlich über ein neues Unternehmen und ein neues Konzept berichtet. Es ging um eine Online-Plattform, die einen Vermittler zwischen Modebloggern und potentiellen Kunden spielt. Blogger schicken ihre Kleidung hin, das Unternehmen bearbeitet alles, macht Fotos, stellt sie online und Blogger bekommen das komplette Geld nach dem Verkauf. Das Unternehmen verdient, wenn sich die Nutzer für etwas interessieren und es doch nicht in ihrer Größe finden. Über die Affiliate Links geht es dann weiter und so verdient das Unternehmen sein Geld. Das sind die groben Basics der Vorgehensweise. Eigentlich, klingt sogar das schon zu gut, um wahr zu sein.

Ich muss sagen, dass ich mir nicht schlüssig war, ob ich es machen will und habe sogar ein wenig gezweifelt. Doch dann hat sich das Unternehmen FEREMO ziemlich interessiert gezeigt und hat mir regelmäßige E-Mails geschickt. Es war nett und persönlich. Doch aus irgendeinem Grund habe ich zu dem Zeitpunkt immer noch nicht zugestimmt.

Später habe ich einen Anruf erhalten. Es war eine Vertreterin von FEREMO. Mich hat es zwar gewundert, dass die Nummer unterdrückt war und ich sie nicht mal sehen konnte. Doch das Mädel war so nett und hat so viel Zeit und Energie in das Telefongespräch reingesteckt, dass ich es geglaubt habe.

 

Kleidung abgeschickt und schon zeigt das Unternehmen kein Interesse an mir

Eine weitere Sache, die mich sehr gewundert hat, war die Tatsache, dass ein Bild mit mir auf der Internetseite von FEREMO (Bloggermarkt) zu sehen war, noch bevor ich eigentlich wirklich zugestimmt habe, meine Kleidung hinzuschicken. Ich wurde nicht mal gefragt, ob ich zustimme, dass mein Bild veröffentlicht werden darf. Doch dann habe ich es mir wieder selbst versucht schönzureden.

Eigentlich wollte ich mit ein paar Kleidungsstücken das Ganze probieren, um zu sehen wie es läuft. Doch nach dem ausführlichen Telefonat habe ich einen großen Karton mit 12 Sachen vollgemacht und abgeschickt.

Seitdem schien das Unternehmen jegliches Interesse an mir verloren zu haben. Ich habe zuerst ruhig gewartet, ohne mir Gedanken darüber zu machen. Tja, ich war eben nicht die einzige Bloggerin, die mit Feremo zusammenarbeitet und die Kleidungsstücke mussten fotografiert und online gestellt werden. Das kann halt dauern.

Monate vergehen, nichts passiert

Ich war regelmäßig auf deren Internetseite, doch ich habe weder mich noch meine Sachen online gesehen. Unter meinem Bild stand immer noch „soon“. Ende Mai habe ich dann eine E-Mail an Feremo mit der Bitte mir den Stand der Dinge zu erklären geschrieben. Zurück kam nichts. Die zweite E-Mail mit meinem Zweifel an der ganzen Geschichte wurde dann doch geantwortet, allerdings wurden alle Fragen, die ich gestellt habe, interessanterweise außer Acht gelassen.

Mitte Juli (stellt euch das vor) platzt mir endgültig der Kragen und schreibe eine weitere E-Mail in welcher ich das Unternehmen bitte, mir meine Sachen zurückzuschicken. Meiner Meinung nach sind fast fünf Monate mehr als genug, um irgendetwas gemacht zu haben. Auf diese E-Mail habe ich wieder keine Antwort bekommen.

Einige Tage später habe ich versucht sie telefonisch zu erreichen. An einem Montag habe ich mehrere Male angerufen, ohne Erfolg, stets kam nur die Ansage vom Band, dass aktuell niemand erreichbar sei.

Als Folge habe ich eine weitere E-Mail geschrieben, in welcher ich es klar und deutlich gemacht habe, dass wenn meine Kleidung nicht bis zum Monatsende an mich zurückgeschickt wird, ich rechtliche Schritte einleiten wolle. Ich habe auch gebeten mein Bild von der Seite unmittelbar zu löschen.

Diese E-Mail wurde offensichtlich direkt gesehen und auch beantwortet. Allerdings war die Antwort sehr seltsam und es wurde nicht mal versucht auf meine Fragen einzugehen, immerhin versprach man mir, mir meine Kleidung kostenlos (wow) zurückzusenden, denn die AGB dieser Firma sagen, man müsse 5! Euro pro Kleidungsstück zahlen, wenn man die EIGENEN Klamotten vor Ablauf eines Jahres zurückfordere… völlig absurd.

Muss es wirklich so laufen?

Letzte Woche habe ich meine Kleidung zurückbekommen. Mir wurde auch bestätigt, dass mein Foto von der Seite gelöscht wurde. Interessanterweise, zu ungefähr gleichen Zeit wurde zwei weitere Bilder mit anderen Bloggerinnen entfernt. Bei den beiden stand auch die ganze Zeit „soon“. Als mein Bild dann gelöscht wurde, sind alle Bilder verschwunden. Da frage ich mich, ob diese Mädels überhaupt davon wussten oder wurde das Ganze auch ohne jegliche Zustimmung gemacht.

Ich trage: Blazer von Stradivarius / T-Shirt von  / Hose von Stradivarius / Sneakers von Fila / Tasche von Furla / Sonnenbrille von Stradivarius /

Die Kooperation, die Zeit und Nerven kostet

Bewusst will ich das Ganze nicht Abzocke nennen. Doch für mich war diese Geschichte nichts anderes als jede Menge Nerven- und Zeitverschwendung. Hätte ich diese Kleidung selbst verkauft oder verschenkt, würde ich nicht fünf Monate verlieren.

Das Unternehmen hat sich als sehr unseriös und unzuverlässig gezeigt. Aktiver Kontakt, um Blogger zu überreden ihre Kleidung zu schicken, unterdrückte Telefonnummer bei den Anrufen, monatelang keine Antworten auf die E-Mails, keine Möglichkeit sie telefonisch zu erreichen. All das sieht für mich nicht sonderlich seriös aus. Entscheidet also selbst, ob ihr mit so einer Firma zusammenarbeiten wollt oder nicht.

 

Lieben Gruß,

Daria

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