Lass soziale Medien dein Leben nicht beeinträchtigen

Hallo, meine Lieben! Vermutlich gibt es keinen Menschen unter 50, der nicht mindestens eine Sozialmedienplattform benutzen würde. Instagram, Twitter, TikTok und viele anderen gehören seit langem zu unserem Leben dazu und sind nicht mehr wegzudenken. Wenn man den ursprünglichen Sinn von Instagram und Co. betrachtet ist es gar nicht so schlecht, regelmäßig online zu gehen, um Kontakt mit Freunden und Verwandten zu haben, die man vielleicht nicht mehr so oft sehen kann oder sich einfach online von anderen kreativen Menschen inspirieren zu lassen.

Doch leider sind diese Zeiten längst vorbei, denn heutzutage werden soziale Medien für total andere Zwecke benutzt. Viel mehr geht heute darum, sich der Welt von der bestmöglichen Seite zu zeigen, eine Art Perfektion zu schaffen, die gar nicht existiert. Tja, sogar wenn man mehr als glücklich ist, bleibt das Leben nicht perfekt und das ist genau das, was es so spannend macht. Doch irgendwie gehört die Wahrheit und die Natürlichkeit zu den Makeln der digitalen Welt, die unbedingt versteckt werden müssen. Es wurde schon mehrmals von Psychologen und Psychiatern bewiesen, dass dieser Drang immer perfekt und besser als alle anderen zu sein, sich sehr negativ auf unser emotionales Gleichgewicht und unsere Selbstwahrnehmung auswirkt.

Klar, es wäre utopisch zu denken, dass Menschen deswegen weniger Zeit in sozialen Medien verbringen werden. Doch in unseren Kräften ist es, unsere Vorgehensweise und unsere Ansichten darauf zu ändern, um sich einfach nur besser zu fühlen und weniger von der „Perfektion“ im Netz abhängig zu sein. Wenn das erste, was ihr morgens nach dem Aufwachen tut, die Neuigkeiten auf Instagram und Co. zu checken ist, läuft etwas gewaltig falsch. Dieser Blogpost ist dann genau für euch!

 

 

Setzt euch ein tägliches Zeitlimit für soziale Medien

Man neigt häufig dazu für ein paar Minuten auf sozialen Medien unterwegs zu sein und dann doch für vierzig Minuten zu bleiben, obwohl man eigentlich nur kurz etwas sehen wollte. Die Onlinewelt macht süchtig und hunderte von neuen Bildern und Stories machen es schwer, die Apps zu schließen und das Smartphone zur Seite zu legen. Zum einen ist das Leben von anderen Leuten immer interessant. Zum anderen bekommt man häufig das Gefühl, dass jeder ein besseres und spannenderes Leben führt als man selbst. Gerne lassen wir uns von den perfekt inszenierten Bildern beeinflussen und uns in diese schöne Seifenblase entführen, um am Ende sich selbst die Laune zu vermiesen und Zeit zu verlieren. Je mehr man sich perfekte Menschen mit einem perfekten Leben anschaut, desto mehr versinkt man in Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben. Alle reisen so viel und erleben so tolle Sachen, während man selbst ein langweiliges Leben führt und gar nichts derartiges zu erleben scheint. Natürlich muss man sich selbst immer wieder erinnern, dass die Wahrheit auch bei großen Influencern wesentlich nüchterner ist, als man es gerne zeigt. Doch bevor man durch diese Seifenblase sich selbst schlechter fühlt, sollte man Instagram und Co. schließen und die reale Welt genießen.

Wenn man sich auf eine gewisse Zeit pro Tag für soziale Medien beschränkt, hilft es in vielen Ansichten. Zum einen wird man nicht den ganzen Tag auf Instagram verbringen und somit seinen Tag wesentlich produktiver gestalten und auch mehr schaffen. Zum anderen wird man wesentlich besser drauf sein, weil die „perfekte“ Fakewelt auf einen nicht mehr so einen großen Einfluss hat. Soziale Medien sollen uns inspirieren und motivieren, anstatt uns fertig zu machen, dass wir anders aussehen, leben und fühlen. Macht daraus eine Gewohnheit, z.B. die sozialen Medien einmal pro 3 Stunden für 15 Minuten durchzuchecken. Das wird euch auf dem Laufenden halten und doch viel Zeit für andere Dinge schaffen und dazu auch den ewigen Drang online zu sein um einiges lockern.

Ich trage: Trenchcoat von Esprit / Bluse von H&M / Hose von Stradivarius / Pumps von Jimmy Choo / Tasche von Skinny Dip 

Schaltet Push-Benachrichtigungen aus

Es wurde längst bewiesen, dass sich sogar ein Smartphone, welches neben uns auf dem Schreibtisch liegt, negativ auf unsere Produktivität und Aufmerksamkeit auswirkt. Mit aktiven Push-Benachrichtigungen ist es um Tausend mal schlimmer, denn sie lenken ab und meistens auch dann, wenn es um irgendeinen Blödsinn geht. Ganz ehrlich, wollt ihr immer auf die Minute genau wissen, wer euch ein Like gegeben oder einen Kommentar geschrieben hat? Und wenn es Hunderte sind, wollt ihr all diese Benachrichtigungen sehen und hören? Glaubt mir, alle Herzchen, Kommentare und auch Privatnachrichten können und werden auf euch warten, bis ihr euch in ein paar Stunde eingeloggt habt. Ich habe alle Push-Benachrichtigungen längst ausgeschaltet, denn alles, was ich sehen will, werde ich sowieso sehen und ich brauche dafür keine Erinnerungen.

Shop the look:

Social Media-Detox

Der ständige Druck toll zu sein, einen fantastischen Content zu liefern und immer und überall zu sein fordert seinen Tribut, denn immer häufiger kommt es zum Burn-Out, bedingt durch das digitale 24/7. Ich kenne es zu gut, denn seitdem ich angefangen habe meinen Blog und mich als Fashionbloggerin und -beraterin auf Instagram zu promoten, war ich immer im Stress. Sogar in der Nacht konnte ich nicht schlafen, weil mir ständig Gedanken durch den Kopf gegangen sind, worüber ich schreibe, welche Bilder und welche Outfits ich noch machen soll. Tagsüber ging es dann mit den Postings, Kommentieren, Interagieren und so wieder los und das jeden Tag. Nach einigen Monaten war es dann so, dass ich noch mehr Probleme mit dem Schlaf bekommen habe und mich gelegentlich so schlecht gefühlt habe, dass ich gar nichts mehr machen wollte, nicht mal aus dem Bett aufstehen. Ich war durch!

Doch diesen Sommer hat mir mein Urlaub geholfen so einiges zu überdenken. Ich bin für eine Woche nach Spanien geflogen und konnte dort keine gewöhnlichen Bilder posten, weil ich einfach nur emotional so erschöpft war. Aus dem Grund habe ich mich entschieden die ganze Woche nichts mehr zu posten, nur ein paar Stories und meinen Urlaub einfach nur zu genießen. Die ersten zwei Tage waren schlimm, denn ich hatte Gewissensbisse, dass ich nicht online bin. Wie süchtig muss man bitte dafür sein? Doch nach einer Woche habe ich mich frei und erholt gefühlt. Das war mein Zeichen, das Verhalten auf Social Media zu überdenken.

Seit dem Tag habe ich die Quantität der Veröffentlichungen runtergesetzt und poste nicht jeden Tag, sondern drei- bis viermal wöchentlich. Sonntags habe ich einen ganztägigen Detox von Instagram und Co. und gehe da meistens nicht mal rein.

Wenn ihr euch unwohl oder gestresst fühlt oder gar den Gedanken habt, der Druck wäre zu groß, macht was dagegen. Glaubt mir, die digitale Welt wird nirgendwohin gehen und Ihr könnt immer dort einsteigen, wo ihr aufgehört habt.

Manchmal ist es gar nicht so schlecht einen Tag oder sogar eine Woche komplett weg von Social Media zu sein und einfach Energie, Kreativität und neue Ideen zu sammeln.

Wart ihr schon mal von den sozialen Medien gestresst? Wie findet ihr das Gleichgewicht zwischen der realen und digitalen Welt?

 

 

Lieben Gruß,

Daria

 

 

*Markennennung

*Der Beitrag enthält Affiliate-Links

7 Kommentare

  1. Tina
    19. November 2019 / 20:50

    Der Look ist total schön! By the way, finde ich auch, dass es sehr wichtig ist, bewusst mit Social Media umzugehen.

    Gruß

    Tina

  2. 20. November 2019 / 12:24

    This was such a great read (and even better way for me to practice mein Deutsch lol). I couldn’t agree more – people tend to show only the best part of their life on social media, which for others watching may seem like their life sucks in comparison. Then, sadly so many Instagram users completely fake their lives, their activities, their relationships and even (this is shocking) their appearance. Not so long ago I have discovered that some Instagrammers got caught faking their travel photos, completely photo-shopping themselves into the big city background and for a long time I felt bad about myself for not being able to take even one, clean travel image for my page. Digital detox is a must-have, lately I don’t mind switching off for a week, especially if I am traveling or have a writer’s block. As you said, this online world is not going anywhere and you come back with so many creative ideas as a result. Win-win! xx

    Naya
    http://www.nayatilly.com

    • Daria
      Autor
      1. Dezember 2019 / 15:05

      Thank you so much!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.