Warum ich mich gegen eine Brustvergrößerung entschieden habe – Breast Implant Illness

Hallo, meine Lieben! Dieser Blogpost gehört zu den persönlichsten überhaupt. Es hat wirklich lange gedauert bis ich genug Mut, Gedanken, Erfahrung und geprüfte Informationen gesammelt habe, um ihn jetzt zu schreiben. Für mich ist es natürlich klar, dass die Mädels, die eine Brustvergrößerung hatten und sich gut und wohl fühlen, versuchen werden, meine Worte zu drehen und mich ggf. sogar als eine Verschwörungstheoretikerin darstellen. Doch die Sache ist, dass wir als Patientinnen und Kundinnen nicht immer die Wahrheit und die genauen Informationen bekommen. Dieser Post ist das Ergebnis meiner eigenen Geschichte und meiner Recherche, die ich auch verlinken werde, damit ihr wisst, dass alles was ich hier schreibe längst wissenschaftlich bewiesen wurde.

Ich wollte meinen Busen vergrößern lassen bis ich das erfahren habe…

Ich, wie auch viele anderen Mädels, wollte meine Oberweite vergrößern lassen, denn eine A-Körbchengröße schien mir nicht genug zu sein. Jahrelang habe ich es mir überleget und hatte sogar ein paar Termine bei ästhetischen Chirurgen. Vor einigen Monaten war ich mir sogar ziemlich sicher es machen zu lassen. Ich habe einen guten Chirurgen gefunden und habe sogar angefangen in meiner Fantasie auszumalen, wie es wohl sein würde, endlich eine größere Oberweite zu haben. Man sagt nicht umsonst, dass sogar Zufälle nicht zufällig sind und alles im Leben so passiert, wie es sein sollte. Ich glaube daran und in diesem Fall passierte es wirklich rechtzeitig.

Per Zufall habe ich auf YouTube ein Video entdeckt, in welchen eine junge Vloggerin ihre Explantationsgeschichte erzählt hatte. In dem Video hat sie alles über ihre dauerhaften Symptome erzählt, die von den Ärzten ohne Aufmerksamkeit gelassen wurden, wie es ihr ging und weswegen sie sich dann letztendlich entschieden hat, ihre Implantate rausnehmen zu lassen. Es hat sich herausgestellt, dass sie nicht die einzige ist und sich im Zeitraum zwischen 2014 und 2016 allein in den USA mehr als 70 000 Frauen für die Explantation entschieden haben, weil sie an der Silikonimplantate Krankheit erkrankt waren. Habt ihr schon mal gehört, dass Chirurgen vor der Operation über solche Risiken reden? Natürlich nicht! Die Antwort ist, es steckt so viel Geld darin, dass man es viel zu gerne vertuscht und die erkrankten Frauen als Lügnerinnen, Verschwörungstheoretikerinnen oder einfach labile Personen bezeichnet.

Ist Silikon unbedenklich und kann keinen Schaden einrichten?

Es wird allen Frauen erzählt, die an einer Brustoperation interessiert sind, die Silikonimplantate wären unbedenklich, da es um ein medizinisches Silikon handelt, welches in eine hermetische Tasche verpackt ist. Es könnte rein gar nichts passieren und das Silikon kann unter keinen Umständen in das Gewebe gelangen. Unterschiedliche Studien aus den USA und Australien zeigen jedoch, dass das Silikon mit der Zeit eine chemische Reaktion zeigt und diverse Stoffe freigesetzt werden, unter anderem Schwermetalle. Dafür muss das Implantat nicht mal angerissen oder geschädigt werden. Diese Studien zeigen, dass auch diverse Chemikalien und Toxine auf natürlich Weise vom Silikon angezogen und dann freigesetzt werden. Man soll nicht außer Acht lassen, dass bei der Herstellung des Silikongels auch so manche Chemikalien und Schwermetalle synthetisiert werden. So könnten diese Schwermetalle im Körper abgebaut werden, was zu einem unangenehmen Metallgeschmack im Mund führt, welchen ca. 40% aller Frauen nach ca. 3.5. Jahren nach der Op regelmäßig verspürt hatten.

Was ist Silicone Implant Illness?

Es handelt sich nicht um eine klassische Entzündungsreaktion oder eine Bindegewebeentzündung. Obwohl manche Ärzte und ästhetische Chirurgen es immer noch nicht wahrhaben wollen, zeigen zahlreiche Studien, dass man diese Reaktion doch als eine Krankheit ansehen sollte. Im Schreiben zur Giftigkeit der Silikonimplantate der medizinischen Abteilung AE Brawer, des Bereiches der Rheumatologie in der Klinik Monmouth, Long Branch, USA, kann man erschreckende Zahlen sehen. Zwischen 50 und 75% aller Frauen mit Silikonimplantaten, die Teil der Studie wurden, hatten zahlreiche Symptome nach ca. 3.5 Jahren nach der Operation, empfunden. Unter den Symptomen kann man solche wie chronische Müdigkeit, Hautauschläge, Hautirritationen, Pigmentstörungen, Neigung zu Hämatomen, chronische Kopf- und Muskelschmerzen, Schluck- und Gedächtnisstörungen und vieles mehr zählen. Dabei waren in allen Fällen Implantate weder defekt, noch konnte man jegliche Rupturen feststellen. Nach der Explanation waren die Symptome schon nach einigen Monaten deutlich gemildert oder gar verschwunden.

Ein weiteres, viel schlimmeres Problem ist ein erhöhtes Risiko an einem seltenen anaplastischen großzelligen Lymphom zu erkranken. Leider wird auch das frühere Erkennen erschwert, denn die Implantate erschweren die Sicht und die Diagnostik.

Trifft Silicon Implant Illness / Breast Implant Illness jede Frau?

Das passiert natürlich nicht. Die Ärzte und Biologen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, vermuten, dass es wie bei vielen anderen Krankheiten Menschen gibt, die dagegen immun sind und all die Reaktionen abwehren können. Sie bleiben gesund und können ihr ganzes Leben lang mit Implantaten problemlos leben. Doch ich persönlich will mein Schicksal nicht prüfen und auf einem Fass voller Pulver sitzen. Deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Was das Lymphom angeht, bedeutet es natürlich auch nicht, dass es einem passieren muss. Das kann man mit Zigaretten vergleichen. Obwohl man weiß, dass der Tabak das Risiko ein Lungenkrebs zu bekommen wesentlich erhöht, erkrankt auch nicht jeder Raucher.

Gesundheit geht vor allem

Ich musste wirklich viel lesen und recherchieren, damit dieser Post eine wissenschaftliche Grundlage hat, denn es ist so wichtig, dass sich Frauen Gedanken machen, bevor sie sich für diesen Schritt entscheiden. Für mich persönlich ist es klar, dass ich Finger davon lasse und auf dieses Thema nicht zurückkomme. Ich will gesund sein und mein Leben glücklich leben, anstatt es durch meine subjektiven Schönheitsideale, zu erschweren. Mit diesem Post will ich keine von euch beeinflussen oder kritisieren. Ich möchte nur, dass sich immer mehr Frauen bewusst sind, was sie machen und welche Konsequenzen es haben könnte. Ganz oft entscheiden sich Frauen für die Brust-OP nach der Schwangerschaft. Doch wenn man eine Mutter ist, sollte man auch darüber nachdenken, dass ein Kind seine Mama munter und gesund braucht. Allen Mädels, die genau wie ich eine zarte A-Körbchengröße haben, möchte ich sagen, dass die Natürlichkeit und Zärtlichkeit heutzutage im Trend liegen. Wenn man es aber nötig hat, kann man sich auch mit einem schönen Push-Up aushelfen. Last but not least, allen Frauen, die sich dieser Art Operation unterzogen haben, wünsche ich vom ganzen Herzen, dass alle diese Probleme euch nie treffen.

Lieben Gruß,

Daria

 

Die Links zu den Studien und Artikeln, die sich mit der Silicone Implant Illness und Silikonimplantaten beschäftigen:

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